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FemTech – smart ways to female health

 

#femaletech #femalehealth #healthgadgets

Wenn es um „Patienten“ geht, sind Cis-Frauen mitgemeint, jedoch bis heute oft nicht mitgedacht, denn „die Medizin“ ist eigentlich männlich. Jahrzehntelang wurden medizinische Studien nur an Cis-Männern sowie männlichen Versuchstieren durchgeführt. (Unter Cis-Frauen und Cis-Männer ist hier das biologische Geschlecht zu verstehen.) Die Begründung: Der weibliche Hormonzyklus oder Schwangerschaften verkomplizieren den Prozess. Selbst bei der Medizinausbildung lehnt sich der allgemeine Lernstoff an den männlichen Organismus an – mit gravierenden Folgen.

Den deutlichen Unterschied zeigen die Chromosomen: Frauen haben zwei X-, Männer ein X- und ein Y-Chromosom. Auf einem X-Chromosom liegen mehr als 1 000 Gene, während auf das Y weniger als 100 passen. Daraus ergeben sich auch unterschiedliche gesundheitliche Bedürfnisse – und hier geht es nicht explizit um die Gynäkologie. Doch selbst was die Letztere betrifft, so müssen sich Frauen mit Beschwerden oft mit dem Satz „So ist es eben“ oder „Versuchen Sie es doch mit der Pille“ abspeisen lassen.

Dass es nicht „eben so ist“, finden immer mehr Start-ups, die sich auf FemTech spezialisieren, also auf Gadgets rund um die weibliche Gesundheit. Ob ein smartes Armband gegen Hitzewallungen, Analysetools für Schwangerschaften oder intelligente Tampons, die bald in der Lage sein sollen, Gebärmutterkrebs zu erkennen – die Zukunft des Tech ist weiblich!

 

Test subjects are test subjects… right? Well, not quite. For decades, medical studies were only conducted on men or male lab rats. The reason? Well, the female hormonal cycle and pregnancies were said to complicate the process. And even when it comes to medical training, the general subject matter is strongly focused on the male organism – with dire consequences for women.

We can see the differences on a chromosomal level: cisgender women (cisgender meaning they were assigned female at birth) have two X chromosomes, cis men have one X and one Y chromosome. While there are more than 1,000 genes on an X chromosome, fewer than 100 fit on a Y chromosome. This also results in different health needs – and not only in gynaecology. Though while we are on the topic, women are still often offered the birth control pill as a panacea for everything – or dismissed since that’s just the way it is.

But what if it’s not just the way it is? More and more start-ups are specialising in FemTech, a term coined to encapsulate all sorts of different gadgets designed to improve women’s health. Whether it’s a smart bracelet to counter hot flushes, tools to help with family planning or intelligent tampons that could be used to detect uterine cancer – the future of tech is female!

ClimateTech – for a better tomorrow

#climatetech #co2reduction #techoftomorrow

Bäume pflanzen ist ein super Anfang. Doch Climate-Tech-Start-ups finden, da geht mehr: Sie entwickeln Maschinen, die betrieben mit erneuerbaren Energien Kohlenstoff einfangen, um ihn zu recyceln oder nahezu restlos abzubauen. Sie produzieren CO 2 -absorbierende Verkleidungen für Gebäude. Sie recyceln den Kohlenstoff aus der Atmosphäre für die Herstellung von Baumaterialien und arbeiten an Verfahren, Beton aus Abrissgebäuden wiederzuverwerten. Kurzum: Climate-Tech-Start-ups sagen mit neuesten Technologien dem menschengemachten Klimawandel den Kampf an.

Die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen ist ihr gemeinsames Ziel. Ihre Technologien fokussieren sich derzeit hauptsächlich auf die Bereiche Energie, Verkehr und Mobilität, Nahrungsmittel, Land- und Forstwirtschaft und Fertigung. All diese Industrien sind besonders stark für Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

In den letzten drei Jahren haben Climate-Tech-Unternehmen eine Wachstumsrate von durchschnittlich 84 % hingelegt* – aufgrund der hohen Nachfrage Tendenz steigend. Viele von ihnen sitzen im Silicon Valley, Schanghai oder Beijing – doch auch Deutschland kann punkten: Im europaweiten Vergleich ist die Bundesrepublik der bevorzugte Standort für Climate-Tech-Start-ups.

Werden wir mit ihrer Hilfe gemeinsam eine lebenswerte Welt bewahren können?

*Quelle: PWC Climate Tech Studie 2020

 

Planting trees is a great start. But climate tech start-ups think there’s more we can do to save the planet: they are developing machines that are powered by renewable energy and capture carbon to recycle or neutralise it. They produce CO 2 -absorbing cladding, recycle carbon from the atmosphere to make construction materials and work on ways to reuse concrete from demolished buildings. In short, climate tech start-ups are fighting man-made climate change with the help of the latest technologies. They currently focus mainly on the energy, transport and mobility, food, agriculture, forestry and manufacturing industries – all of which are big culprits when it comes to emissions.

In recent years, climate tech companies have grown at an average rate of 84%* – and that figure is increasing due to high demand. Many of them are based in Silicon Valley, Shanghai or Beijing – but Germany also offers fertile soil for innovation: it is the most popular location for climate tech start-ups in Europe.

What do you think – will climate tech help us preserve a world worth living in?

*Source: pwc, The State of Climate Tech 2020

Tech Fatigue – screens all day, every day

#techfatigue #limityourscreentime #letsgooffline

 

Mit Covid erlebten QR-Codes ein Comeback, Zoom-Calls wurden zum festen Teil unseres Alltags und die Digitalisierung durchzog nahezu alle Lebensbereiche – so brachen wir alle Rekorde unserer Bildschirmzeiten.

Im Homeoffice ging es aus dem Bett an den Computer und auch nach Feierabend wurde fleißig gewischt und gescrollt, denn nicht nur unser Berufsleben, auch unsere Freizeit verlagerte sich ins Netz oder vor diverse Bildschirme. Wir lernen uns in Apps kennen, bestellen Essen online, erledigen unsere Bankgeschäfte auf dem Smartphone, unsere Kalender sind nur einen Klick entfernt und weil für viele mit dem Handy-Wecker der Tag beginnt, wandert das Gerät mit ins Schlafzimmer.

Pushnachrichten durchbrechen unsere Konzentration und während das Metaverse mit reißender Wucht auf uns zurollt, wollen sich viele einfach nur ausloggen. Smartphone aus. Atmen. Ins Grüne blicken. In sich hineinhören, denn Tech Fatigue macht sich breit. Die Technik ist nicht der Feind. Sie erleichtert das Leben in vielen Bereichen, bringt Menschen zusammen und schafft Chancen. Doch auch hier gilt – die Menge macht das Gift.

Wie viel Tech ist gesund oder erträglich? Gibt es zu viel? Wie können wir aus dem Strudel des digitalisierten Seins ausbrechen – und wollen wir das? Ironisch an der Sache: Ausgerechnet Technik soll uns aus dieser Überforderung wieder heraushelfen. Etwa mit Apps, die Bildschirmzeiten limitieren, und Software, die uns an Pausen vom Trubel erinnert.

 

With the outbreak of the COVID-19 pandemic, QR codes experienced a comeback, Zoom calls became a fixed part of our workday and digitisation permeated almost all areas of life – leading to an all-time high in screen time. We rolled out of bed and spent all day in front of our screens, only to continue the swiping and scrolling once we had clocked out. Because it’s not only our professional but also our private lives that went online. We get to know each other on apps, order food online, manage our finances on our phones and our calendars are only one click away. And because many of us rely on our phone’s alarm, we even take our trusty device to bed with us.

Push notifications disrupt our focus and while the metaverse is coming closer and closer, many just want to log off. Turn off their smartphones. Take a deep breath. Touch some grass – because tech fatigue is setting in. But is technology really the enemy? After all, it makes our lives easier, brings people together and creates opportunities. It’s the dose that makes the poison.

How much tech is healthy or tolerable? Is there such a thing as too much? How can we get off the (not so) merry-go-round of digital experiences – and do we even want to? Ironically, technology seems to be the remedy. The apps we are so addicted to send us reminders to limit our screen time and we can even install software to make us take breaks – whatever is needed to wean us off our screens.

4-day week – work less get more done

#worksmartnothard #4dayworkingweek #warfortalents

Belgien hat sie, Island hat sie zumindest ausprobiert und hippe Start-ups in Berlin haben sie sowieso: die 4-Tage-Woche. Im War for Talents unserer Zeit ist sie ein unschlagbares Argument des Employer Brandings und ein himmlisches Goodie für die Angestellten. Work smart, not hard ist das Motto, denn statt zu arbeiten bis zum Umfallen werden Aufgaben effizienter erledigt. Das geht, wenn Meetings zu E-Mails werden und der Workflow optimiert wird. Schließlich kommen laut Statista bei einem Arbeitstag von acht Stunden ohnehin gerade mal zwei Stunden und 53 Minuten wirklich produktive Zeit rum.

Das Ergebnis: Zufriedenere Mitarbeiter:innen, gesteigerte Motivation und Produktivität im Job, eine ausgeglichenere Work-Life-Balance, mehr Zeit für die Familie und weniger krankheitsbedingte Ausfälle. Wer es ausprobiert hat, will nie wieder zurück. Für die 4-Tage-Woche gibt es unterschiedliche Modelle: gleiche Arbeitszeit verteilt auf vier Tage, Reduktion der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich oder irgendwas dazwischen. Doch welche Arbeitgeber:innen können es sich leisten? Welche wollen es sich leisten? Und wie wird die Gesetzgebung reagieren? Eines steht fest – der Trend nimmt Fahrt auf, doch werden alle einsteigen?

 

Belgium has it, Iceland tried it, and hip start-ups in Berlin have truly embraced it: the 4-day work week. In the war for talent, it is an unbeatable argument for employer branding and a huge benefit for employees. Work smart, not hard – instead of working until you drop, tasks are completed more efficiently. All made possible by meetings that are turned into emails and an optimised workflow. After all, a study by Statista shows that – in a workday of eight hours – we only manage to work productively for two hours and 53 minutes. Let that sink in.

So, what happens when we switch to a 4-day week? It results in happier employees, increased motivation and productivity, a better work-life balance, more time for family and fewer sick days. Those who have tried it never want to go back. There are different models for the 4-day week: the same number of hours spread over four days, fewer hours with full pay – or something in between. But which employers can – or want to – afford this? And how will legislation react? One thing is certain: the trend is undeniably gaining momentum. But will everyone get on board?

Productivity Propaganda – always on fire

#ProductivityPropaganda # relaxationallowed #chillforcreativity

Einfach mal nichts tun … ist heute verpönt wie nie. Wir müssen funktionieren, leisten und liefern – immer. Ob beruflich oder privat: Auf den sozialen Kanälen wird Produktivität in der heutigen Zeit stark romantisiert dargestellt. Das schafft Druck, um jeden Preis mitzuhalten. Im Job sind es Überstunden und ein voller Kalender, in dem immer Platz für weitere To-dos gefunden werden muss. Stets erreichbar zu sein und sekundenschnell auf Mails zu reagieren, ist ebenfalls Teil des Spiels. Wichtige Bedürfnisse wie Schlaf rücken in den Hintergrund: Wer schläft, ist scheinbar unproduktiv. Im Privaten erzeugt uns dieser Trend dauernd ein schlechtes Gewissen. Da wird Freizeitstress der Erholung vorgezogen, denn auch sonntags muss jede:r zeigen, wie hübsch das Zuhause umdekoriert oder was Tolles gebacken wurde – Fotoshooting inklusive. Schließlich brauchen wir Beweisbilder für Social Media, die zeigen, wie krass das Wochenende war. Ein Tag auf der Couch – undenkbar.

Dabei kommen uns in Ruhephasen oft die besten Ideen, denn unsere Kreativität braucht Entfaltungsraum – und der gehört nicht in die fünf freien Minuten zwischen zwei Terminen. Fest steht, immer „on fire“ zu sein, ist auf Dauer ziemlich ungesund – deshalb liegt es an uns, Wege aus diesem Dilemma zu finden. Schließlich müssen wir nicht jeden Trend mitmachen 😊.

 

Ah, the simplicity of doing nothing at all… is more frowned upon today than ever before. We are expected to function, perform and deliver – always. Whether it is in our professional or private lives, productivity is strongly romanticised on social channels. This creates pressure to keep up at all costs. At work, it’s overtime and a full calendar which always has to give way to more to-dos. Being available at all times and reacting to emails within seconds is also part of the game. And forget about sleep! Sleep is for the unproductive. Even in our free time, doing nothing is likely to give us an awkward feeling of guilt. Germans have even coined the fitting term Freizeitstress – stressful leisure: because even on Sundays, you have to show off your newly redecorated home or present the culinary delights created in your designer kitchen. After all, you need pictures for your social channels to show how great your weekend was. A day spent lazing around on the couch? Unthinkable.

Yet the best ideas often come to us in quiet phases, because our creativity needs space to unfold – and that doesn’t happen in the couple of minutes we have between two meetings. One thing is certain: always being on fire is pretty unhealthy in the long run – so it’s up to us to find ways out of it. After all, we don’t have to follow every trend 😊.

Finfluencer – let’s talk about money

#finfluencer #letstalkaboutmoney #etf

„Über Geld spricht man nicht“ – ein Satz, der in der deutschen Kultur verankert ist, denn Geld war hierzulande lange ein Tabuthema. Aktien und Geldanlage waren etwas für alte weiße Männer in Anzügen. Doch dann kam Social Media. Auf YouTube, Instagram oder TikTok nehmen Finfluencer:innen immer mehr Menschen mit in die Welt der Finanzen. Sie sind die Leuchtfiguren der neuen Finanzbewegung, die ihr Wissen rund um das Thema Geld kurzweilig, anschaulich und unterhaltsam über die verschiedenen Kanäle in die Welt tragen. Dass langsam niemand mehr so wirklich an die gesetzliche Rente glaubt, spielt ihnen in die Karten. Und inzwischen wissen oft sogar Teenies bestens über ETFs & Co. Bescheid.

Weil Geld ein Thema ist, das uns alle betrifft, stößt der Content rund um Finanzen auf fruchtbaren Boden. Die Followerschaft der oft selbst ernannten Finanzexpert:innen wächst rasant. Den Kontrast zu den alten Anzugträgern von früher bilden heute auch viele oft junge Frauen, die zu erfolgreichen Finfluencerinnen wurden und aktive (weibliche) Communitys um sich scharen.

Ob die Storys rund ums Geld irgendwann auserzählt sind? Daran ist erst einmal nicht zu denken … Denn schon liefert das Thema Krypto Futter für neuen Content.

 

“You don’t talk about money” – a sentiment that is firmly anchored in German culture as money was a taboo subject for a long time. Shares and investing used to be something for old white men in suits. But then came social media. On YouTube, Instagram or TikTok, finfluencers are introducing more and more people to the world of finance. They are the beacons of a new financial movement, bringing their financial savvy to the world in a clear and entertaining way via various channels. Worried about their future pensions, many wish to take finances into their own hands, fuelling the popularity of financial influencers. Now, even teenagers know all about ETFs.

Since money is a topic that concerns us all, finance-related content is finding fertile ground. The following of often-self-proclaimed financial experts is growing rapidly. But instead of old men in suits, we are seeing more and more young women who have become successful finfluencers and are building active (female) communities around them.

Will we ever get tired of hearing about money? Not for the time being – once we’re done talking about euros, dollars and pounds, the world of crypto awaits us.

Pop-up Everything – get there before it’s gone

#popupeverything #popupevents #popupasatrend

Heute da und morgen weg – immer häufiger bringen Pop-up-Stores, -Restaurants, -Partys oder -Märkte Schwung in die Städte. Vermehrt kam das Phänomen in den Lockerungsphasen der Pandemie auf. Anstatt neue Cafés zu eröffnen, ließen Gastronom:innen temporäre Pop-up-Cafés aufpoppen. Eine Espresso-Bar wurde für einen Sonntagnachmittag kurzerhand zum Pizza-Pop-up-Spot und eine leer stehende Fläche für drei Tage zum Pflanzenmarkt. Für die Macher:innen hält sich so das Risiko eines eigenen Geschäftes in Grenzen.

Diese Konzepte haben eines gemeinsam: Die Ware ist limitiert und meist schnell vergriffen. Und obwohl niemand weiß, ob er oder sie noch ein Stück abbekommt, stehen die Leute Schlange – denn alle wollen Teil des Events sein. Die Rechnung der Macher:innen geht auf, denn sind die Pop-ups gut konzipiert, entsteht um sie ein riesiger Hype. Befeuert wird der – wie kann es anders sein – über Social Media und weil es so gut ankommt, lohnt es sich für die Veranstalter:innen wiederzukommen. Wann? Dieses Geheimnis wird meist erst kurz vorher gelüftet – so bleibt die Exklusivität gewahrt.

 

Here today and gone tomorrow – pop-up stores, restaurants, parties and markets are bringing life back into our cities. The phenomenon became popular when pandemic-related restrictions were lifted: instead of opening new cafés, restaurateurs opted for temporary pop-up venues. An espresso bar turned into a pizza pop-up on a Sunday afternoon, an empty space transformed into a plant market for three days – a temporary model that carries less risk than opening your own shop.

These concepts have one thing in common: goods are limited and usually sell out quickly. And although no one knows whether they will still get what they want, people line up – because everyone wants to be part of the event. Fuelled by social media, successful pop-ups generate a huge amount of hype. And since they’re so popular, it makes sense for the organisers to return. When? This secret is usually only revealed at short notice – exclusivity is key.

“Worth it, ich sag’s dir!” – the language of Gen Z

#languagechange #newcommunication #languagefusion

Was TikTok, Instagram, YouTube, Netflix und Co. gemeinsam haben, ist nicht nur die englische Sprache als Standard, sondern auch die überwiegend junge Zielgruppe. Und während die Gen Z mit diesen Kanälen und Plattformen groß wird, saugt sie ihre Sprache auf wie ein Schwamm. Kein Wunder, dass diese dann auch in ihrem Alltag landet. Hier trifft sie auf das Deutsch der Boomer:innen und das Ergebnis ist – well, I would say, ein bunter Mix, you know?

Klar, Anglizismen sind inzwischen ein fester Bestandteil des Deutschen, doch die Sprachfetzen der Jugend, die sich heute überall aufschnappen lassen, sind anders: Hier geht es nicht mehr um einzelne englische Wörter, die inzwischen im Duden stehen. Was jetzt passiert, ist eine konsequente Fusion der Sprachen. Es sind Sätze, die auf Deutsch beginnen und auf Englisch enden – oder eben umgekehrt. Da verstehen Oma und Opa schon manchmal nur noch railway station, wenn der Nachwuchs zu Besuch ist und von seinem Crazy Life erzählt.

Cool oder cringe? – fragen wir uns, wenn wir dieses Denglisch 2.0 inzwischen sogar in Printmedien lesen. Denn irgendwie wirkt es ein wenig bemüht, wenn Zeitschriftenredakteur:innen beim Texten in die Rolle der coolen Kidz schlüpfen.

In welche Richtung wird sich unsere Sprache entwickeln? Wird die Sprache der Gen Z im Alltag aller Generationen ankommen? Und ob das Enkelkind sich wohl am Kuchen verschluckt, wenn sich Oma das nächste Mal mit den Worten „Macht‘s gut meine Lieben, I’m out of here“ verabschiedet?

 

What TikTok, Instagram, YouTube and Netflix have in common is not only that the English language is ubiquitous; the platforms are also particularly popular with young audiences. And while Gen Z is growing up surrounded by these channels and platforms, they soak up the language like a sponge. No wonder that the vocabulary finds its way into everyday life – internet lingo meets boomer German – and the result is… well, my dude, ein wilder Mix.

Sure, Denglish (the mixing of Deutsch and English) isn’t exactly new, and German has seen a steady influx of anglicisms for many years. But this is different: it is no longer about individual English words that have been included in German dictionaries. Young Germans have become more adept at code-switching – a practice already common among many other communities such as the Latinx community in the United States. But the phenomenon is not even restricted to foreign languages – many English native speakers are left baffled when confronted with words such as sus or flex.

Cool or cringe?  That’s a question we ask ourselves when we find that this mishmash has even made its way into newspaper articles. Yet in some cases it just seems a bit forced (no front). Whatever your opinion, there is no denying the fact that our language is continuously evolving – for better or worse.

Welcome to the Metaverse – our new life in a parallel universe

#metaverse #neweraofinternet #mydigitallife

Spätestens seit der Umbenennung von Facebook zu Meta kommt niemand mehr am Begriff „Metaverse“ vorbei. Bisher ist diese Welt nur wenigen zugänglich. Aber genau so war es vor 30 Jahren mit dem guten alten Internet. Wer vollends ins Metaverse eintauchen will, ist bisher noch auf VR-Brille und Co. angewiesen. Für den flächendeckenden Gebrauch muss das erforderliche Zubehör jedoch noch stark verbessert und erschwinglicher werden.

Einmal ausgerüstet, steht die Pforte zu einer Welt offen, die scheinbar keine Grenzen kennt. Das Metaverse schafft die perfekte Symbiose von Virtualität und Realität – keine schlechte Idee nach Jahren der Pandemie, oder? Im Metaverse agieren wir als digitale Zwillinge unserer selbst und tun alles, was wir im Alltag eben tun: Freund:innen treffen, einkaufen, lernen, feiern oder Sport treiben – aber auch arbeiten. Dafür werden die verschiedenen Services, die das Internet zu bieten hat, zu einer nahtlosen Welt miteinander verschmolzen. Das schafft nicht nur neue Möglichkeiten des Miteinanders und der Freizeitgestaltung, sondern auch neue Geschäftsmodelle. Denkbar ist, dass immer mehr virtuelle Güter zu Statussymbolen werden. Neben Spaß birgt das Metaverse auch praktisches Potenzial, zum Beispiel in der Medizin. So können Chirurg:innen während einer Operation VR-Brillen tragen und ad hoc zusätzliche Informationen zu den Patient:innen abrufen oder Arbeitsschritte nachvollziehen, die zuvor ihre Kolleg:innen bereits an betroffenen Organen unternommen haben.

Bei allen Vorteilen bleiben jedoch auch virtuelle Welten nicht von den Problemen unserer analogen Welt verschont. Die dezentrale Natur des Metaverse führt dazu, dass einheitliche Regeln und Gesetze nur schwer umsetzbar sind. So ist das Metaverse derzeit unter anderem aufgrund von mangelnder Regulierung noch ein quasi rechtsfreier Raum, weil es bisher als Konzept eher schwer greifbar ist. Risiken wie Diskriminierung und Rassismus, der Suchtfaktor und die Identitätsfrage sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Führen wir künftig eine Art Doppelleben? Was wird dann aus unserem analogen Leben? Und wer ist am Ende der oder die wirkliche Gewinner:in dieser Entwicklung?

Since Facebook changed its name to Meta, it has become clear that we are drawing ever closer to the metaverse. The term itself still mystifies many, as the internet did 30 years ago, but those who long to fully immerse themselves in the metaverse still depend on VR glasses and other gadgets. For widespread use, the tools are simply too expensive – and in need of great improvement.

Once equipped, we open a gateway to a world that seemingly knows no boundaries. The metaverse creates the perfect symbiosis of virtuality and reality – not a bad idea after years of living in a pandemic, is it? In the metaverse, we act as digital twins of ourselves and do everything we do in everyday life: meet friends, shop, study, party, exercise – and work. To do this, the various services that the internet has to offer are merged into a seamless world. This creates new opportunities for socialising and leisure activities, but also new business models – making more and more virtual goods turn into status symbols. Besides fun, the metaverse also has potential practical applications: surgeons can wear VR goggles during an operation and call up additional information about the patient or retrace work steps that their colleagues have already undertaken on other affected organs.

However, despite all the advantages, virtual worlds are not immune to the problems of our analogue world. The decentralised nature of the metaverse means that uniform rules and laws are difficult to implement.  Risks such as addiction and the question of identity loom large. Will we lead a kind of double life in the future? What will then become of our analogue lives? And who will really profit in the end?

NFTs for Mainstream – status symbols go digital

#nft #thefutureofart #digitalart

Wer bei zeitgenössischer Kunst an schwarze Quadrate oder wirre Linien denkt, die an Kritzeleien der kleinen Nichte erinnern, ist von gestern: Denn der heißeste Stoff der modernen Kunst sind NFTs. Oder besser gesagt digitale Kunstwerke, Musik oder sonstige Erzeugnisse der virtuellen Welt, die durch Non-Fungible-Tokens (NFTs) zu einzigartigen Sammelobjekten werden.

Verkauft wird auf NFT-Marktplätzen – erworben wird eine Datei mit dem zugehörigen non-fungible Token, der ihre Einzigartigkeit belegt. Völlig fälschungssicher. Klar kann das Werk reproduziert werden. Aber auch die Mona Lisa kann auf den Kopierer geschmissen werden. Original bleibt aber Original. Die Urheberrechte an den Werken bleiben dabei jedoch bei den Künster:innen. Die Käufer:innen erhalten mit dem Zertifikat lediglich ein Nutzungsrecht.

Ob Sammler:in oder Künstler:in – mitmachen können alle. Voraussetzung ist ein digitales Wallet mit genügend Ether – also der Währung der Ethereum Blockchain, innerhalb derer die digitalen Kunstobjekte aktuell überwiegend gehandelt werden. Mit Glück lassen sich horrende Summen erzielen – ein aktuelles Beispiel ist die digitale Collage von Mike Winkelmann alias Beeple, The First 5000 Days. Diese ging für fast 70 Millionen Dollar über den virtuellen Ladentisch – und dabei kann sie nicht einmal angefasst werden.

Aber was sagen eigentlich Künstler:innen mit Pinsel und Farbe, mit Buntstift und Spraydose dazu? Ist das überhaupt Kunst oder braucht es einen neuen Namen – Geldanlage? Reiner Wahnsinn? Und wie umweltverträglich sind NFTs? Schließlich finden sie im Netz statt und verbrauchen Unmengen an Strom. Außerdem, sind wir nicht alle so langsam des Bildschirmgeflackers müde?

 

If you think of contemporary art as black squares or jumbled lines reminiscent of your little niece’s doodles, think again! NFTs are the new hot shit – digital artworks, music or other products of the virtual world that become unique collectibles through non-fungible tokens (NFTs).

They are sold on NFT marketplaces where you can purchase files along with their non-fungible tokens that prove their uniqueness. Unforgeable. Of course, you could just reproduce the image. In fact, owning the NFT doesn’t even mean you also own the rights to the image. Then again, the Mona Lisa can also be copied. But the original remains the original. Whether you’re a collector or an artist – everyone can take part. The only thing you need is a digital wallet with enough Ether – the currency of the Ethereum blockchain, where NFTs are mainly traded. With a bit of luck, you can make a neat sum of money – a current example is the digital collage by Mike Winkelmann aka Beeple, The First 5000 Days. It was sold for almost $70 million – and you can’t even touch it.

But what do artists with brushes and paints, with crayons and spray cans have to say about it? Is it still art or does it need a new name? Investment? Pure madness? And how environmentally friendly are NFTs? After all, they exist on the blockchain and consume vast amounts of electricity.

And anyway – didn’t we say we’re getting tired of flickering screens?