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Hybride Meetings, flexibles Arbeiten und 42 freie Tage im Jahr : New Work ist bei Adel & Link längst gelebter Alltag – und Teil unserer Unternehmenskultur. Schon seit der Agenturgründung vor zwölf Jahren steht die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben ganz oben auf der Agenda. Bei uns arbeiten rund 50 Prozent des gesamten Teams in Teilzeit (14 von 27), darunter auch das Führungsduo Matthias und Natalie. Alle können ein Teilzeitmodell wählen, das zu ihnen und ihren Lebensumständen passt – egal ob sie sich mehr Zeit für Care-Arbeit, für sich oder für ehrenamtliches Engagement wünschen. Unsere Kollegin Joana ist die erste, die sich schon als Berufseinsteigerin für ein Teilzeitmodell entschieden hat. Im Interview verrät sie, welche Gründe sie dafür hatte und wie ihr Fazit nach den ersten Monaten lautet …

 

Joana, magst du uns kurz erzählen, wie du zu Adel & Link gekommen bist?

Ich habe Onlinekommunikation an der Uni in Darmstadt studiert und im Sommer 2021 ein sechsmonatiges Praktikum in der Agentur gemacht. Danach habe ich das Team als Werkstudentin unterstützt, weil es mir so gut gefiel! Nach meinem Bachelorabschluss im Frühjahr 2023 wollte ich gern weiter dabeibleiben und wurde dann als Junior Consultant in der Technology & Innovation Unit übernommen – als erste Berufseinsteigerin in Teilzeit.

Wie sieht dein Arbeitsmodell denn aus?

Seit ich als Junior Consultant eingestiegen bin, arbeite ich von Montag bis Donnerstag, also insgesamt vier Tage für jeweils acht Stunden pro Tag.

Was war der Grund dafür? Was machst du an dem freien Tag?

Ich wollte nebenbei gern meinen Vater mit seiner Firma unterstützen und mich neben der PR auch in anderen Bereichen der Kommunikation wie dem E-Learning weiterentwickeln. Wir können also nicht wirklich von einem freien Tag sprechen (lacht) . Dennoch arbeite ich an Freitagen keine acht Stunden und kann schon etwas früher ins Wochenende starten.

Was schätzt du besonders an dieser Aufteilung deiner Arbeitszeit?

Durch die zwei Jobs kann ich viele verschiedene Erfahrungen sammeln und mehr Abwechslung in meinen Arbeitsalltag bringen. Während ich mich in der Agentur mehr auf die Kundenarbeit im PR-Bereich fokussiere und hauptsächlich Pitches und Texte schreibe, bin ich an meinen Freitagen bei meinem Vater mehr mit SEO, Website CMS, E-Learning und Personal Branding beschäftigt. Mir macht einfach beides Spaß! Außerdem finde ich es schön, meinen Vater zu unterstützen und die Freitage nach der Arbeit mit meiner Familie beim Essen ausklingen zu lassen, bevor es dann für mich wieder nach Hause geht.

Gibt es manchmal Schwierigkeiten, weil du freitags nicht da bist?

Am Anfang war es vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig für uns alle – aber die Kommunikation im Team läuft richtig gut, sodass das kein Problem ist. Wenn in manchen Monaten Feiertage anstehen und gleichzeitig mein Workload sehr hoch ist, komme ich manchmal mit meiner Aufgabenplanung schon ein bisschen ins Schwitzen. Aber bisher hat immer alles gut geklappt. In solchen Zeiten ist es dann umso wichtiger, gut im Voraus zu organisieren, immer ein bisschen Puffer einzuplanen und sich im Team abzustimmen und gegenseitig zu unterstützen.

Könntest du dir vorstellen, zukünftig auch 40 Stunden in nur einem Betrieb zu arbeiten?

Gute Frage. In nur einem Betrieb zu arbeiten, also zum Beispiel nur bei Adel & Link, definitiv! Dabei wäre es mir aber sehr wichtig, dass die Abwechslung nicht auf der Strecke bleibt, also zum Beispiel durch die Verantwortung für verschiedene Kunden und neue Aufgabenbereiche. Schwieriger finde ich die übliche 40-Stunden-Woche. Zeitweise könnte ich mir einen Vollzeitjob schon vorstellen, wahrscheinlich vor allem aus finanziellen Gründen. Generell tendiere ich aber zu einem flexiblen Arbeitsmodell/New-Work-Modell, das mir mehr Raum gibt, um mich auch außerhalb meiner Arbeitswelt weiterzubilden, schöne Erfahrungen zu sammeln und um meinen privaten Interessen nachgehen zu können.

Welche Nachteile siehst du denn bei einem klassischen 40-Stunden-Modell?

Ich frage mich vor allem, ob das am Ende des Tages wirklich produktiv ist und mich langfristig glücklich macht. Da bin ich mir aktuell nicht ganz sicher. Und das liegt nicht an meiner Motivation oder an fehlendem Interesse! Bei mir ist es in der Regel zum Beispiel so, dass ich mich in den frühen Morgenstunden super konzentrieren kann, dadurch sehr produktiv bin und gut mit meinen Aufgaben vorankomme. Gegen Nachmittag wird es teilweise etwas mühseliger. Außer ich bin mit meinen Herzensprojekten beschäftigt. Da brauche ich dann schon eher die Erinnerung, auch mal Feierabend zu machen. Bei fünf Achtstundentagen hintereinander halte ich außerdem manche Freizeitaktivitäten für viel schwieriger umsetzbar, da nach der Arbeit einfach die Zeit und Energie für manche Dinge fehlt. Wenn es die Aufgaben zulassen, kann ich bei Adel & Link auch mal längere Pausen zwischendurch machen und spazieren gehen oder mich kleinen kreativen Projekten widmen. Das finde ich richtig toll!

Was würdest du jungen Menschen am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn raten, die feststellen, dass eine klassische 40-Stunden-Woche nichts für sie ist?

Finde zunächst über Praktika oder Nebenjobs eine Tätigkeit, die dir gefällt, und einen Arbeitgeber, bei dem du dich wohlfühlst. Nimm dir auch die Zeit, in Ruhe anzukommen und dich einzuarbeiten. Probiere dann, wenn es dein Arbeitgeber erlauben sollte, verschiedene Arbeitsmodelle aus, und schau, was für dich, dein Team und deinen Arbeitgeber am besten funktioniert. Du solltest auch für dich und gemeinsam mit dem Team überlegen, wie ihr weiterhin intern eine gute Kommunikation sicherstellen könnt. Und natürlich ist es wichtig, auch auf das Thema Finanzen zu schauen: Wie sehen deine monatlichen Ausgaben aus? Kannst du es dir leisten, weniger Stunden zu arbeiten? In diesem Zusammenhang kannst du dich auch mal mit dem Thema Minimalismus auseinandersetzen und überlegen, was dich wirklich glücklich macht im Leben und auf welche Dinge du vielleicht verzichten kannst.

 

Header: Unsplash: Sonja Langford
Bilder: Adel & Link; Unsplash: Christin Hume; Nick Fewings